Islandreise 2002

 

Der erste Tag beginnt nach einer kurzen Nacht. Das Lavafeld von letzter Nacht ist kaum noch ersichtlich, so schlecht ist das Wetter. Neben dem Nieselregen hat es heute noch Nebel .

Bei der Weiterfahrt in Richtung Reykjavik finden wir auch schon das erste aktive Gebiet in der Nähe von Sveifluhais. Das schlechte Wetter liess uns wenig Zeit und wir waren schon das erste Mal nass und unsere Schuhe standen bereits vor Schlamm.

Wir fahren weiter nach Reykjavik. Hier kaufen wir das wichtigste ein und dann geht es weiter über Hveragerdi, Selfoss, Hella, Hvolsvöllur in Richtung Südosten. Das Wetter ist so schlecht, dass uns nur noch die Hoffnung trägt, in dieser Richtung muss es besser werden - der Himmel ist in dieser Richtung am hellsten.

Endlich finde ich nach Hvolsvöllur etwas am Horizont, was mein Herz etwas höher schlagen lässt, der vertikale weisse Strich, der sich vom Nebel und Nieselregen zunehmend abzeichnet muss eine grösserer Wasserfall sein.

Und tatsächlich, wir kommen dem Wasserfall Seljalandsfoss näher. Am Fuss des Wasserfall machen wir ein paar Autos auf einem Parkplatz aus - Touristen - und genau wie wir finden auch andere Gefallen an diesem schönen Fall.

Der Bank vor dem Fall lädt ein zum Verweilen - das Wetter jedoch nicht. Und so machen wir das gleiche wie alle anderen hier . Gut eingepackt umwandern wir mit unserer Kamera den Foss und machen ein paar Bilder - steigen wieder ein und fahren weiter.

Man kann sagen was man will, beim Seljalandsfoss handelt es sich um eine richtige Sehenswürdigkeit. Zudem kann man den Seljalandsfoss umrunden und sowohl von vorne, von der Seite als auch von hinten bleibt nur das Staunen.

Nach nur 25 km die nächste Sensation, der Skogafoss. Eine Riesenwand aus Wasser und Nebel, 60 m hoch.

Selbst bei schlechtem Wetter stehen hier die Leute fast an, um das einmalige Schauspiel zu sehen, dass hier der Skogafoss bietet.

Aber auch hier sind wir innert kurzer Zeit nass, zudem unsere Kleider vom vorderen Fall noch nass sind. Melinda gibt noch einmal alles und geht ganz dicht ran.

Wir fahren weiter nach Vik. Bis hier her ist es immer noch schlecht, das Wetter. Wir haben keine Lust in Vik auszusteigen. Wir fahren weiter auf der Ringstrasse 1 in östlicher Richtung .

Doch jeweiter wir den Gletscher Myrdalsjökull umrunden um so besser wird das Wetter. Langsam lichtet sich der Nebel und der Regen setzt aus.

Wir entschliessen uns dieser Spur - die Spur des besseren Wetters - zu folgen und biegen ab auf die 208. In der Nähe der Kirche Gröf fahren wir weiter auf der 210.

Es täuscht uns wirklich nicht, hier ist das Wetter wirklich viel besser. Die Strasse 210 endet beim Hof Snaebyli und geht über in die Piste F210. Plötzlich scheint sogar zwischendurch die Sonne. Wir halten an einem kleinen Bach und machen Mittagspause. Leider funktioniert unser Gaskocher nicht und wir geben uns mit einer kalten Mahlzeit zufrieden.

In südwestlicher Richtung sehen wir den Berg Eintryrningur in einer Wolke und dahinter den Gletscher Myrdalsjökull.

Nach unserer kurzen Mittagspause geht es weiter. Nur ein paar Kilometer weiter führt links eine kleine Piste zum Aslarfoss.

Auf der gegenüberliegenden Seite finden wir verschieden Basaltformen.

Kurz nach dem Aslarfoss werden wir diesen Fluss durchqueren. Es ist unsere erste Furte in dieser Islandreise. Die Furt ist gut gekennzeichnet und bietet keine grösseren Schwierigkeiten.

Wir fahren weiter Richtung Maelifell und anschliessend durch Maelifellssandur.

Bei Hvanngilshausar biegen wir rechsts ab und bleiben weiterhin auf der F210, fahren am Attavatn vorbei in Richtung Launfitarsandur. Zwischendurch stehen einzelne Zelte von Gruppen die hier campieren, knapp neben dem Naturschutzgebiet von Landmannalaugar. Die Landschaft wird immer wie farbiger und es steigt Dampf aus dieser und jener Spalte.

Vor dem Botnafjöll verlassen wir die F210 (sie führt weiter Richtung Hella) in nördlicher Richtung über eine weitere Piste. In der Gegend von Langasäta treffen wir auf die F208, über die wir bis nach Landmannalaugar fahren. Hier schlagen wir unser Zelt auf. Am Abend erholen wir uns bei einem wohltuhenden Bad in den heissen Quellen von Landmannalaugar.